Gedichte über Bienen - Imkerei Traßl

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Gedichte über Bienen

 


Seit jeher inspirierten die Bienen den Menschen zu geistigen Hochleistungen. Dabei entstand sehr viel Sinniges, aber unter anderem auch viel Unsinniges und Lustiges - Gott sei dank ! Viel Spaß beim Lesen.

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Willst Du Gottes Wunder sehen,
musst Du zu den Bienen gehen !
                                                     
                                                             deutsches Sprichwort

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Es waren einmal zwei Drohnen

Es waren einmal zwei Drohnen,
die wollten nicht werken und frohnen.
Sie quälten beide sich
um Nahrung gar nicht sehr.
Der eine tat gar nichts,
der andere nicht mehr.

Da sprach der eine zum andern:
Beschwerlich ist das Wandern.
Ich weiß ein schönes Haus
mit Speis und Trank vollauf.
Komm, lass uns dahin richten
fein eilig unseren Lauf.

Es sollen uns die Bienen
das Brot schon mit verdienen.
Und lassen sie uns nicht
gutwillig in das Haus,
so stürmen wir hinein
und jagen sie hinaus.

Kaum war die Nacht gewichen,
so kamen die Drohnen geschlichen.
Sie klopften nicht erst an;
sie zogen keck hinein;
man hieß die stolzen Gäste
ganz gottwillkommen sein.

Da lebten in Saus und Brause
die Drohnen in dem Hause.
Sie aßen, tranken dort
den ganzen lieben Tag;
sie tranken und sie aßen,
was jeder nur vermag.

Die Bienen darob sich beklagten
und endlich die Gäste fragten:
Ihr Drohnen wollt nichts tun -
sagt an, was fällt euch ein ?
In unserm Staate hier
muss jeder tätig sein.

Da sprachen die Drohnen zu ihnen:
Ihr lieben, guten Bienen !
Altadelig sind wir,
ein freigeboren Geschlecht;
dass ihr uns müsst ernähren,
das ist ja unser Recht.

Die adeligen Drohnen,
sie wollten nicht werken und frohnen,
sie lebten nach wie vor
in kummerloser Ruh.
Sie wurden immer mehr,
und schmausten immerzu.

Das hat denn die Bienen verdrossen,
und sie haben einen Bund geschlossen.
Da war die Sache bald und gründlich abgemacht:
sie schlugen eines Tages
die große Drohnenschlacht.
   
                                           
Hoffmann von Fallersleben

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Wieviel ist ein Glas Honig wert ?

Gespräch mit der Bienenkönigin:
"Erlauben Sie mir, einen Wunsch zu sagen.
Ich möcht ein Gläschen Honig haben.
Was kostet's ? Ich bin zu zahlen bereit.
Für was Gutes ist mir mein Geld nicht leid."
"Sie wollen was Gutes für ihr Geld ?
Sie kriegen das Beste von der Welt !
Sie kaufen goldnen Sonnenschein,
Sie kaufen pure Gesundheit ein !

Was Bessres als Honig hat keiner erfunden.
Der Preis ? Ich verrechne die Arbeitsstunden.
Zwölftausend Stunden waren zu fliegen,
um so viel Honig zusammenzukriegen.
Ja, meine Leute waren fleissig !
Die Stunde ? Ich rechne zwei Mark dreissig.

Nun rechnen Sie sich's selber aus !
27.000 Mark und mehr.
Hier ist die Rechnung, bitte sehr !"

                                                                               Josef Guggenmos (1922)

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Honig für Kinder

Die Kinder blühen wie die Feilchen,
an jedem ihrer Körperteilchen.

Der Hans gedeiht und auch Mariechen,
die täglich tüchtig Honig kriegen.
Gewiß ist Lebertran sehr billig,
doch nehmen sie den nicht so willig.

Honig für Erwachsene

Macht Dir Beschwer der Darm, der schlaffe,
tu Honig morgens in den Kaffe(e).
Der regelt auch bei Dir, ich hoff es,
den trägen Wechsel Deines Stoffes.
Und nun wirst Du pünktlich kurz vor zehn
zum kleinsten Raum des Hauses gehn.

                                                                      August Ludwig


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Bien und Schaaf ernährn den Herrn im Schlaf.
                                                     
                                                                
deutsches Sprichwort

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Wenn ich zu meinem Stande geh ...

Wenn ich zu meinem Stande geh
Und tausend Bienen um mich seh
Und hör das altvertraute Summen,
Dann müssen Leid und Gram verstummen.

Dann denk ich nicht an Gut und Geld,
Nicht an den Hader in der Welt,
Nicht an den Lärm auf allen Gassen,
Nicht an der Feinde grimmes Hassen,

Noch an der Freunde Neid und Spott;
Dann dank ich still nur meinem Gott,
Dass er im Tollhaus dieser Erden
Dies Heim des Friedens mir ließ werden.

Kehr ich vom Bienenstand zurück,
Ist aufgehellt der trübe Blick.
Denn, was mir grau und schwer erschienen,
Das gab ich meinen lieben Bienen.

Die trugens in die Luft hinaus,
Gleich allem Schmutz aus ihrem Haus,
Und was sie mir dafür gegeben,
Ist neue Kraft zu frohem Leben.

                                                                                     Edmund Herold

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Notwehr

In einem Birnenbaum, gleich neben dem Mist,
dort, wo die Wiese zu Ende ist,
im hohlen Baumkern, wohlbehütet,
wird Bienennachwuchs ausgebrütet.

Klein-Nicki, der dort geht,
voll Neugier sich zum Bienenstock dreht.
Er steckt in das Flugloch eine Latte,
die zum Spaziergang er bei sich hatte.

Gespannt beginnt er emsig zu bohren,
schon schwirren Bienen um seine Ohren.
Eine sticht ihn gleich ins Bein.
„Autsch“, schreit Nicki, „wie gemein !“

Der Stich fängt langsam an zu brennen.
Nicki erkennt: Jetzt muss ich rennen.
Der Junge flüchtete in arger Bedrängnis.
Jedoch die Tat wird ihm zum Verhängnis.

Rasch will er ins Haus hinein,
doch die Bienen holen ihn vorher ein.
Und es piekt und quält und sticht
der Schwarm ihn in Arm, Bein und Gesicht.

Besiegt mit Schwellungen, völlig zerstochen
ist Nicki abends ins Bett gekrochen.
Sogar noch viele Tage später,
erkannte man so den Bienenstocktäter.

                                                
Heinz Kähne

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Bienen-Gold

Was bisher keinem Alchemisten gelang,
die Bienen können es schon lang.
Sie haben den Zauber von Sonne und Blüten genommen
und daraus edle Produkte gewonnen.

Den Nektar von vielen Blütentagen
fleißige Bienen zusammentragen.
Im Bienenstock zu flüssigem Gold gemacht,
der Imker birgt die goldene Tracht.

Auch all die anderen guten Sachen,
die uns gesund und munter machen:
Propolis, Gelee Royal und Pollen ...
wir niemals mehr vergessen sollen.

Die Heilkraft ist schon legendär !
Was wär der Mensch, wenn die Biene nicht wär ?
Die Bienen und ein Land voller Blüten,
helft alle mit sie zu behüten.

                                                                      Rosemarie Bort
                                                                         Heilpraktikerin, Öhringen


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"Jetzt in diesen kalten Zeiten
ist bei unsern alten Leuten
immer irgendetwas los.
Und der Arzt empfiehlt ganz groß
Honig für das Herz der Tante,
für die Mutter, die sich brannte,
für den Opa, der so schwer
leidet, denn er hustet sehr.
Und das ist bestimmt ganz richtig,
Honig ist tatsächlich wichtig !
Honig hilft für allerlei,
ist die beste Hausarznei !
Lunge, Herz lässt sich kurieren,
Magen, Leber, Galle, Nieren,
Mundausschlag und Heiserkeit,
schlechter Schlaf und Müdigkeit,
Nerven, Wunden aller Art,
selbst mit Eiter schon gepaart,
auch für ungesundes Blut
ist ein Gläschen Honig gut.
Kaum ein Leiden, ein Organ,
das nicht spricht auf Honig an ... !
      
                                         
Autor unbekannt

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Bienenwinter

Wie ernst und still ist es in Feld und Wald.
Die Nebel hängen grau und tief und kalt.
Früh geht die Sonne schon zu Bett - ganz sacht,
und morgens schläft beinah sie bis um acht.
Den ganzen Tag steht oft sie wie im Traum.
Sie sieht nicht Feld und Wald, nicht Busch und Baum.
Die Wolken hüllen sie in Schleier dicht,
seht doch ihr bleiches, müdes Angesicht.
O zeig uns doch dein herrlich Leuchten wieder !
Doch Regentropfen rinnen dicht hernieder,
als wollten Erd' und Himmel sich vereinen.
Sollt' Mutter Erd' wohl heimlich leise weinen ?
Die Bienen summen nur noch leis' - ganz leis',
und nur der alte Bienenvater weiß,
dass sie in warmer Traube sich verbinden,
vereint den kalten Winter überwinden.
Gönnt ihnen gern die wohlverdiente Ruh',
deckt jedes Volk warm und behaglich zu.
Horcht, wie sie flüstern leise, wie im Traum,
von neuer Blütenpracht im weiten Raum.
Sie sind das höchste Glück für ihn auf Erden.
Er wird zu pflegen sie nie müde werden,
damit sie hungern nicht und frieren brauchen.
Erst dann wird er in Ruh' sein Pfeifchen rauchen.

                                                                
Ernst Pinkpank

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Seid mir gegrüßt ihr lieben Bienen,
Vom Morgenstrahl beschienen !
Wie fliegt ihr munter ein und aus
In Imker dralles Bienenhaus
Und seid zu dieser Morgenzeit
So früh schon voller Tätigkeit.

                                                        Wilhelm Busch

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Spruch für ein Bienenhaus

Wenn bitter sich die Menschen streiten
mit Großem wie mit Kleinigkeiten,
da weich ich ihm am liebsten aus
und flüchte in mein Bienenhaus.

Hör ich das friedliche Gesumm,
vergess ich Schelten und Gebrumm,
und aller Krieg und Krach auf Erden
kann mir sogleich gestohlen werden !

                                                                      Autor unbekannt

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Wer die Biene nicht ehrt,
ist des Honig's nicht wert !

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Ein Schwarm im Mai, ein Fuder Heu;
ein Schwarm im Jun, ein fettes Huhn;
ein Schwarm im Jul, ein Federspul;
kein Schwarm im Mai, der Fuder zwei.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

An die Bienen

Bienen ! Immen ! Sumseriche !
Wer sich je mit euch vergliche,
der verdient, dass man ihn töte !
Dass zumindest er erröte !
Denn, wie ihr in Tal und Berg schafft
ohne Zutun der Gewerkschaft,
ohne dass man euch bezahle,
ohne Streik und Lohnspirale,
täglich, stündlich drauf bedacht,
dass ihr für uns Honig macht,
ihr seid's wert, dass man euch ehre !
Wobei vorzuschlagen wäre -
ob nun alt ihr, ob Novizen -
euch von heute ab zu siezen !
Unser Dank, unser Applaus
säh in etwa dann so aus:
"Sehr geehrte Honigbienen !
Wir Verbraucher danken Ihnen !"

                                                                                  Heinz Erhardt

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Imkerlied

Wenn ich vor meinem Stande steh
und meine Bienenfliegen seh
so denk ich oft in meinem Sinn,
wie freut´s mich, dass ich Imker bin.

Steh mit der gold ´nen Sonn ´ich auf,
sind meine Bienen längst wohlauf;
sie fliegen emsig her und hin,
drum freut´s mich, dass ich Imker bin.

Und wenn mein Tagewerk vollbracht,
zur Ruhe winkt die stille Nacht,
leg ich mich selig träumend hin,
und freu mich, dass ich Imker bin.

Und so vergeht mir froh die Zeit,
die Bienen werden schwarmbereit,
sie freu´n sich ihrer Königin,
und mich freut´s, dass ich Imker bin.

Und wird das Wetter dumpf und heiß,
fließt von der Tanne süßer Schweiß,
schwing ich die Schleuder froh und sing:
Wie freut´s mich, dass ich Imker bin.

                                        
Wilhelm Wankler

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Hättest Du den Bauern nicht, dann hättest Du kein Brot.
Gäbe es die Bienen nicht, so litt der Bauer Not.

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Die muntere Biene

Eine muntere Biene fliegt durch die Luft,
erfreut sich am süßen Blütenduft.
Glücklich lässt sie sich am Bächlein nieder
und reinigt ihr gestreiftes Mieder.
Plötzlich fällt sie ins kühle Nass hinein,
eine Forelle denkt: Oh wie fein -
schluckt das Bienchen rasch hinunter -
nun wird die Forelle munter.

                                                                  Eberhard Dörr


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Stell einen Bienenkorb auf mein Grab,
Auf dass ich mich an Honig lab.
Bin ich erst tot und fern von hier
Dann wünsch ich nur das eine mir.
Die Straßen des Himmels sind voller Licht,
Doch vom güldenen Honig lass ich nicht.
Stell einen Bienenkorb auf mein Grab,
Auf dass ich mich am Honig lab.

                                                              Sue Monk Kidd

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Bienenstaat und Bienenleben
können uns Belehrung geben,
dass nur die vereinte Kraft
große gute Dinge schafft !

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Unerfüllbare Wünsche

Du Wildling, sprach der Imkersmann
Fang du nicht mit dem Stechen an.
Die Nachbarsleut´ mit böser Miene
Sehn dich nicht gern, du liebe Biene.
Du hast sie neulich erst gestochen.
Kein freundlich Wort wird mehr gesprochen.
Gewiss du konntest nichts dafür,
flieg nicht dorthin mein liebes Tier.
Nicht gar der Nachbarin ins Haar,
wenn sie kein Kopftuch trägt, nicht wahr !
Trink nicht aus Nachbars Vogeltränke,
es bringt nur Ärger, das bedenke !
Wenn man dich fortjagt, nach dir schlägt,
flieg ruhig fort, bleib unbewegt.
Die edle Reinzuchtkönigin
Ist deine Mutter, denk nur hin !
Dein Vater ein gekörter Drohn,
des besten Volkes stolzer Sohn.
Auf dieser Karte steht geschrieben,
dass du und alle deine Lieben
so fleißig im Ertrag, so milde,
ich hoffe sehr, du bist im Bilde.
So summe, sammle, trage ein,
bestäube alle Blüten fein.
Nur steche nicht, die´s nicht vertragen,
bei schwülen Wetter, warmen Tagen.
Benimm´ dich wie ein zahmes Tier,
das rat ich dir, das rat ich dir.
Man duldet nicht, wer sich so wehrt,
wenn man auch den Honig gern verzehrt.
Nur theoretisch liebt man Bienen,
doch praktisch sagt man: Weg mit ihnen !
Ach, liebes Bienchen, friedlich sei,
sonst ist es aus mit Imkerei.
Musst du zur Sanftmut dich bequemen ?
Will man auf dich nicht Rücksicht nehmen ?
Der Mensch hat Freiheitsrechte nur,
doch du die Rechte der Natur !

                                                                                 Hobbyimkerei-Binder

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Die Bienen

Der sprichwörtliche Fleiß der Bienen
wird stets dem Wohl der Menschheit dienen.
Sie machen fruchtbar Feld und Flur,
ihr Honig ist Gesundheit pur.


                                                          
Autor unbekannt

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Kinderlied: Biene Maja

In einem unbekannten Land,
vor gar nicht allzulanger Zeit,
war eine Biene sehr bekannt,
von der sprach alles weit und breit.

Und diese Biene, die ich meine nennt sich Maja,
kleine, freche, schlaue Biene Maja.
Maja fliegt durch ihre Welt,
zeigt uns das was ihr gefällt.
Wir treffen heute uns're Freundin Biene Maja,
diese kleine freche Biene Maja,
Maja, alle lieben Maja,
Maja, Maja, Maja, erzähle uns von dir.

Wenn ich an einem schönen Tag,
durch eine Blumenwiese geh',
und kleine Bienen fliegen seh',
denk ich an eine, die ich mag.

Und diese Biene, die ich meine nennt sich Maja,
kleine, freche, schlaue Biene Maja.
Maja fliegt durch ihre Welt,
zeigt uns das was ihr gefällt.
Wir treffen heute uns're Freundin Biene Maja,
diese kleine freche Biene Maja,
Maja, alle lieben Maja,
Maja, Maja, Maja, erzähle uns von dir.
Maja, alle lieben Maja,
Maja, Maja, Maja, erzähle uns von dir.

                                                
Florian Cusano

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Geht die Imkerin fest in die Breite,
sucht der Imker sehr schnell das Weite.

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Kommen die Bienen nicht heraus,
ist's mit schönem Wetter aus.

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Dem Ganzen selbstlos dienen
das lehren uns die Bienen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Krieg der Bienen und Hornissen

Lasst es alle Bienen wissen:
Heute schwärmen die Hornissen.
Auf die Bienen bei den Schlehen
Haben sie es abgesehen.
Schrumm terumm, Schrumm terumm,
Krieg ist böse, Krieg ist dumm !

Die Hornissentrommeln lärmen.
Aber, ach, die Bienen schwärmen.
Werden die Hornissen siegen
Und die Bienen unterliegen ?
Schrumm terumm, Schrumm terumm,
Krieg ist böse, Krieg ist dumm !

Brausend durch die Lüfte ziehen
Die Hornissen-Kompanien.
In den gelb und schwarzen Röcken
Geht es zu den Bienenstöcken.
Schrumm terumm, Schrumm terumm,
Krieg ist böse, Krieg ist dumm !

Die daheimgebliebnen Bienen
Kämpfen mit verbissnen Mienen.
Aber ihrer sind zuwenig.
"Sieg !" ruft der Hornissenkönig.
Schrumm terumm, Schrumm terumm,
Krieg ist böse, Krieg ist dumm !

Ach, nur wenig Honig haben
Die erkämpften Bienenwaben.
Jeder Krieger der Hornissen
Kriegt mit Not drei kleine Bissen.
Schrumm terumm, Schrumm terumm,
Krieg ist böse, Krieg ist dumm !

Lasst es alle Menschen wissen:
Wenig nützte den Hornissen
Das Bekriegen, das Besiegen,
Denn zweihundert blieben liegen !
Schrumm terumm, Schrumm terumm,
Krieg ist böse, Krieg ist dumm !
Liegt der Imker tot im Zimmer,
dann lebt er nimmer.

                                                                               James Krüss (1926 - 1997)


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Riechen streng des Imkers Socken,
war der letzte Winter trocken.

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Der neugierige Imker

Er guckt um vier schon früh am Morgen,
und spät am Abend guckt er noch:
Guckt mit Vergnügen, guckt mit Sorgen,
guckt in die Gassen, guckt ins Loch.

Er guckt, wenn scharf die Stürme gehen.
Er guckt nach Überfluß und Not.
Er guckt, wenn lau die Lüfte wehen.
Er guckt die armen Tierchen tot.

                                                                Franz Tobisch

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Kinderlied

Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum !
Ei wir tun dir nichts zu Leide,
Flieg nur aus in Wald und Heide !
Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum !

Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum !
Such in Blumen, such in Blümchen !
Dir ein Tröpfchen, dir ein Krümchen.
Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum !

Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum !
Kehre heim mit reicher Habe,
Bau uns manche volle Wabe,
Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum !

Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum !
Bei den heil'gen Christgeschenken
Wollen wir auch dein gedenken.
Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum !

Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum !
Wenn wir mit dem Wachsstock suchen
Pfeffernüss' und Honigkuchen.
Summ, summ, summ,
Bienchen summ herum !

                                                                          Hoffmann von Fallersleben

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Ein Lob den Bienen

In dem alten Babylon
kannte man die Bienen schon.
Auch in Ägypten dort am Nil
Hielt man von den Bienen viel.

Man verstand es, bei den Bienen
sich gehörig zu bedienen,
ließ sich gern den Honig munden,
um nach Krankheit zu gesunden.

Auch bei unerfüllter Liebe
steigert Honig stark die Triebe.
Propolis und Weiselfutter
helfen Vater auf die Mutter.
Für’s nicht Können, aber Wollen
half schon immer Blütenpollen.

Auch bei starkem Rheumaschmerz
nimmt der Imker sich ein Herz,
lässt sich von den wilden, frechen
Immen mal gehörig stechen.
Bienengift erfüllt den Zweck
schnell sind dann die Schmerzen weg.

Wichtig ist, dass wir begreifen:
Wenn an Bäumen Früchte reifen,
wachsen diese, wie man weiß,
nur durch großen Bienenfleiß.
Darum sag’ ich frank und frei:
Hoch lebe sie, die Imkerei !

                                                                     Autor unbekannt


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Liegt der Imker unterm Tisch,
war das Essen nimmer frisch !

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Nach einer Flasche Korn,
fällt der Imker meist nach vorn.

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Lässt Du Dich mit Bienen ein,
musst Du reinen Herzens sein;
denn es ist der Biene Pflicht,
dass sie jeden Bösen sticht.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Vor Jahren einst im Alten Land

Vor Jahren einst im Alten Land,
Durch seine Früchte wohlbekannt,
Begann ein arges Streiten:
Da kommen stets die Imker her
In unsrer Bäume Blütenmeer.
Wir wollens nimmer leiden !

Sie schleppen uns den Honig fort.
Nun reden wir ein ernstes Wort:
Sie sollen ihn bezahlen !
Von unsern Blüten stammt er ja.
Und dann sind auch die Stiche da
Mit ihren Teufelsqualen !

Beschlossen wars zu dieser Stund.
Man machte es den Imkern kund.
Da blieben sie zu Hause.
Sie sagtens - und es blieb dabei.
Sie machten mit der Wanderei
Für Jahre eine Pause.

Der Obstbaum stand und trauerte
Und jede Blüte lauerte
Umsonst auf eine Biene.
Und jeden Herbst im Alten Land
Der Bauer vor den Bäumen stand
Mit kummervoller Miene.

Denn mit dem Segen wars vorbei,
Nun sah man wie verkehrt es sei,
Den Imker zu vergrämen.
Und wer dereinst mit Spott und Hohn
Vom Imker heischte Geldeslohn,
Begann sich tief zu schämen.

Und allesamt begriffen sie,
Es sei des Imkers große Müh
Zu aller Nutz und Frommen.
Drum baten sie nun umgekehrt,
Um Gotteslohn und Geldeswert,
Er möge wiederkommen.

Nun sieht man, wie es einstens war,
Zur Blütenzeit in jedem Jahr
Ein großes Bienenwandern.
Und jedem ist im Alten Land
Des Imkers Leistung wohl bekannt
Zum Segen für die andern.

                                                                                 Edmund Herold

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Ich mag Bienen

Bienen tragen keine Strümpfe,
sind auch blau nicht, wie die Schlümpfe,
geben weder Milch noch Eier,
senken nicht die Umsatzsteuer,
haben keine Tischmanieren,
krabbeln nicht auf allen Vieren,
gehen in die Kirche nicht,
schreiben mir auch kein Gedicht,
haben Borsten auf den Beinen,
womit sie ungepflegt erscheinen,
Du Bien, mach dich mal hübsch für mich,
ach egal - so mag ich Dich.

Ständig muss ich euch besuchen,
Dafür backt ihr nicht mal Kuchen,
esst selbst nur Pollen und Gelee,
habt nicht mal Zucker für den Tee,
altbacken euer Bienenbrot,
muss ich euch füttern in der Not,
kauf euch Beuten, nur die teuren,
bad euch in verschied´nen Säuren,
doch ihr wollt schwärmen und nicht bleiben,
bekackt mir noch die Autoscheiben,
manchmal sogar stecht ihr mich,
trotzdem, Du Bien, so mag ich Dich.

                                            
Jörg Mersmann

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Nichts gleicht der Seele so sehr wie die Biene,
sie fliegt von Blüte zu Blüte wie die Seele von Stern zu Stern,
und sie bringt den Honig heim wie die Seele das Licht"
                       
                                                                                 Victor Hugo

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Hast Du Honig in der Blutbahn,
wirst Du sexy wie ein Truthahn.

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Verlust der Ähnlichkeit

Man sagt ein Schnäpschen, insofern
es kräftig ist, hat jeder gern.
Ganz anders denkt das Volk der Bienen,
der Süffel ist verhaßt bei ihnen,
sein Wohlgeruch tut ihnen weh.
Sie trinken nichts wie Blütentee,
und wenn wer kommt, der Schnäpse trank,
gleich ziehen sie den Stachel blank.
Letzthin hat einem Bienenstöckel
der brave alte Schneider Böckel,
der nicht mehr nüchtern in der Tat,
aus Neubegierde sich genaht.
Sofort von einem regen Leben
sieht Meister Böckel sich umgeben.
Es dringen giftgetränkte Pfeile
in seine nackten Körperteile,
ja manche selbst durch die nur lose
und leicht gewirkte Sommerhose
besonders, weil sie stramm gespannt.
Zum Glück ist Böckel kriegsgewandt.
Er zieht sich kämpfend wie ein Held
zurück ins hohe Erbsenfeld.
Hier hat er Zeit, an vielen Stellen
des Leibes merklich anzuschwellen.
Und als er wiederum erscheint,
erkennt ihn kaum sein bester Freund.
Natürlich, denn bei solchem Streit
verliert man seine Ähnlichkeit.

                                                                               Wilhelm Busch (1832 - 1908)


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Verliert der Imker seine Hose,
war bestimmt der Gummi lose.

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Ubi apis, ibi salus.
Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit.
                                                   
       
                                                                                  altrömisches Sprichwort

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spielt der Imker abends Karten,
muss die Imkerin halt noch warten !

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Imkers Traum

Das ist des Imkers ew´ger Traum:
Der knospenübersäte Baum,
und Blütenfeld an Blütenfeld
in einer farbenfrohen Welt;
ein Duft aus tausend Nektarschüsseln
und Bienen - nur mit Rotkleerüsseln;
stets schwere dicke Pollenbretter
und allzeit schwüles Honigwetter;
und an des Bienenjahres Schluss
ein süßer goldner Überfluß !
Ein Tröpfchen Wermut in den Wein:
Es trifft nicht allemal so ein,
denn in den Himmel wächst kein Baum
und doch - es bleibt des Imkers Traum.

                                             
Albrecht Johannsen


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Bienengedicht

Ein Blumenglöckchen vom Boden hervor
war fröhlich gesprossen im lieblichen Flor.
Da kam ein Bienlein und naschte fein -
oh, die müssen wohl beide füreinander sein !

                                                                                 Johann Wolfgang von Goethe


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Die Biene Liane

Die Biene Liane
fiel – plumps – in die Sahne
und strimpelt und strampelt
und himpelt und hampelt
und zappelt gar sehr
in der Sahne umher.

Nun kann sie nicht starten
zu lustigen Fahrten.
Nun summt sie und brummt sie
und paddelt und schwaddelt
und schaukelt – summsumm –
in der Sahne herum.

Die Biene Liane
schlägt Schaum in der Sahne.
Das Quirlen und Wirrlen,
das Blubbern und Bubbern
verwirrt ihr den Blick.
Doch die Sahne wird dick !

Die Sahne – o wehe –
sie schäumt in die Höhe.
Die Bläschen im Gläschen,
sie quellen und schwellen.
Das Bienchen wird lahm,
aber dick wird der Rahm.

Die Biene Liane
steigt auf mit der Sahne.
Dies Schäumen, sich bäumen
- wer ließ sich das träumen ? –
es hebt sie mit braus
aus der Sahne heraus !

Sie quillt aus dem Glase
und fällt auf die Nase.
Da schluchzt sie und juchzt sie
und bügelt die Flügel
und brummelt vergnügt
und erhebt sich und – fliegt.

                                                        James Krüss

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Isst Du Honig wie der braune Bär,
dann wirst Du auch so stark wie er.

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Gänseblümchen

Ein Gänseblümchen liebte sehr
ein zweites gegenüber,
drum rief's: "Ich schicke mit 'nem Gruß
dir eine Biene 'rüber !"
Da rief das andere: "Du weißt,
ich liebe dich nicht minder,
doch mit der Biene, das lass sein,
sonst kriegen wir noch Kinder !"

                                                                                       Heinz Erhardt


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Betet der Imkergehilfe in der Kirche zu laut,
hat er seinem Imkermeister zwei Bienenvölker geklaut.

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Süß ist was ich schaffe,
stechend meine Waffe,
meine Höschen gelb wie Gold,
allen Blumen bin ich hold.

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Die Blumen und die Bienen

Das Blümchen stand - in lebenslanger
Einsamkeit auf einem Anger.
Das Blümchen, es war eine Nelke,
das dachte, eh ich hier verwelke,
möcht ich ´s gern mit dem Bienchen treiben !
Ich will doch keine Jungfrau bleiben !
Es seufzt ganz leise, wie es scheint.
Es hätt sich so gern mit dem Bienchen vereint !
Da kommt eins geflogen mit viel Gesumm.
Das Blümchen will rufen, doch Blumen sind stumm.
Es öffnet ganz weit seine Blütenpracht,
da hat sich ´s Bienchen aufden Weg gemacht.
Es setzt sich ganz zart und summt voller Lust,
dem Blümchen, dem springt fast das Herz in der Brust !
Dann stöhnt leis das Blümchen in sich hinein,
denn das Bienchen tut ihr grad den Blütenstaub rein !
Das Blümchen, es strahlt, die Liebe ist schön,
das Bienchen, das ward nie wieder gesehn !
Dem Blümchen aber, dem ist es egal,
vorbei ist nun alle Liebesqual.
Es steht wieder ganz allein auf dem Anger
und strahlt jetzt, endlich ist es schwanger !
Es wird zwar in ein paar Tagen verwelken,
doch dafür gibt ´s bald zwanzig neue Nelken !

                                                                          Autor unbekannt

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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