Meine Betriebsweise - Imkerei Traßl

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Meine Betriebsweise

 
 

Meine Magazinbeuten

Dass ich mich für Magazinbeuten entscheide, war für mich schnell klar, denn für den Bau eines Bienenhauses fehlen mir Fläche und Geld.

Moderne Magazinbeuten bestehen aus:

 


Wetterschutzdeckel

Innendeckel

Dämmplatte

Abdeckfolie oder -gaze

1 bis 4 Honigräumen

Absperrgitter

1 oder 2 Bruträumen

offenen Gitterboden

 

Mit Magazinbeuten ist man an keinen Ort gebunden. Man kann sehr schön mit ihnen "wandern", d.h. sie werden im Kofferraum oder mit dem Anhänger dorthin transportieren, wo eine interessante Trachtquelle blüht.

Weitere Vorteile des Magazins sind das beliebige Erweitern nach oben mit einem, zwei, drei oder mehr Honigräumen und das erheblich leichtere Bearbeiten der Völker von oben - und nicht von hinten.

Den Immen ist es völlig egal, in welcher Beute sie untergebracht werden. Dem Imker hingegen sollte es nicht egal sein, für welche Beute er sich entscheidet. Es sollte immer das Motto gelten:

Einfach sollte es gehen !

 
 

Nach langem Hin und Her habe ich mich entschieden, meine Bienenvölker in leicht modifizierten Hohenheimer Einfachbeuten zu halten. Wegen ihrer großen Griffleisten können sie optimal getragen werden. Die einfache Bauweise dieser Beuten ermöglicht es mir, meine Beuten selbst zu bauen. Dadurch sind die entstehenden Kosten deutlich geringer als wenn ich fertige Beuten kaufe.

Für den Bau meiner Bienenkästen verwende ich 25 mm starke, unbehandelte Bretter der heimischen Weymouthkiefer. Dieses Holz ist bei Imkern sehr beliebt, da es bei noch ausreichender Festigkeit ein extrem niedriges spezifisches Gewicht hat.

Das Halten von Bienen in Styroporbeuten finde ich nicht bienengerecht. Außerdem besteht das Problem der irgendwann einmal anfallenden Entsorgung.

Um das Holz gegen das raue Klima des Fichtelgebirges zu schützen, verwende ich eine Holzschutzlasur der Firma OSMO. Diese Lasur enthält weder biozide Wirkstoffe noch Konservierungsmittel. Der getrocknete Anstrich ist unbedenklich für Mensch, Tier und Pflanze und entspricht der DIN 53160 (speichel- und schweißecht) sowie der EURO-Norm EN 71 (also geeignet für Kinderspielzeug).

Als Rähmchenmaß nutze ich das in Bayern weit verbreitete Zandermaß. Von diesen Rähmchen finden 10 Stück in meinen Beuten Platz, angeordnet im so genannten "Kaltbau". Kaltbau bedeutet, dass die Rähmchen in Längsrichtung zum Flugloch eingesteckt werden. Damit die Rähmchen auch immer denselben Abstand zueinander haben, habe ich mich für die Erlanger Abstandhalter entschieden.

Für diejenigen, die es genau wissen wollen:
Die verwendeten Rähmchen im Brutraum sind 42,0 cm lang und 22,0 cm hoch. Bei einer Rähmchenstärke von 10 mm ergeben sich folgende Wabenmaße: Länge 40,0 cm und Höhe 20,0 cm. Das ergibt eine Wabenfläche von 800 qcm pro Seite, pro Rähmchen also 1.600 qcm. Bei 10 Waben pro Zarge ergibt dies eine Fläche von 1,6 qm pro Brutraum. Da auf einem Quadratdezimeter etwa 830 Arbeiterinnenzellen Platz finden, ergibt dies 132.800 Zellen pro Brutraum. Da eine Königin pro Tag maximal 2.000 Eier legen kann und es 21 Tage dauert, bis aus dem gelegten Ei eine Biene wird, sind also höchstens rund 42.000 Zellen belegt. Bleiben noch rund 90.800 für Pollenvorräte, für die Verwendung eines Baurahmens, usw.



 

Damit sie eine ungefähre Vorstellung von den unzähligen Rähmchenmaßen erhalten, klicken Sie mal auf die Abbildung rechts (auf der Sie ein schematisches Rähmchen sehen.)

 

„Rähmchenmasse symbolisch“
von AxelHH - eigenes Werk


Aus diesem Grund verwende ich nur einen  Brutraum. Über einem Absperrgitter staple ich dann einen, zwei, drei oder gelegentlich auch vier Honigräume. 2014 bin ich auf Flachzargen umgestiegen. Mit ihnen kann man schneller auf sich ändernde  Trachtbedingungen reagieren. Vor allem aber sind sie mit vollen Honigwaben deutlich leichter. Meine Bandscheiben freuen sich darüber !


 

Meine Wetterschutzdeckel biege ich selbst. Ich verwende dazu Titanzink. Es muss nicht gestrichen werden und rostet nicht. Die Deckelseiten kannte ich schräg ab. Dadurch sind sie leichter stapelbar und die Tropfkante ist weiter von der Beutenwand entfernt (besserer Wetterschutz).

 

Unter dem Wetterschutzdeckel befindet sich ein Außendeckel aus einer wasserfest verleimten Siebdruckplatte. An ihren Längsseiten sind 7 cm breite und 1 cm starke Holzbrettchen angebracht, die den Deckel gegen ein Verrutschen sichern. Auf dem Deckel sind 1 cm starke Holzleisten in Querrichtung aufgeschraubt, die den Wetterschutzdeckel auf Abstand halten, so dass Luft zirkulieren kann. Durch die beiden mittleren, leicht versetzten Leisten kann ein Transportgurt mittig angelegt werden.

 

Als Isolierschicht verwende ich die Holzfaserdämmplatte Thermosafe-wd® der Firma GUTEX mit einer Stärke von 30 mm. Sie isoliert hervorragend (v.a. im Sommer), lässt Wasserdampf ungehindert passieren (Kondenzwasser am Außendeckel), ist kostengünstig und recycelbar. Allerdings befestige ich sie nicht am Deckel, sondern lege sie nur auf. Ameisen und Ohrkneifer kurz abkehren - fertig.

 

Das ganze Jahr über halten sich meine Bienen über einem offenen Gitterboden auf, das bedeutet, dass die Außentemperatur auch gleichzeitig die Stockinnentemperatur ist - und das im Sommer wie im Winter. Dadurch wird ein übermäßiges "Schwitzen" ausgeschlossen.

Schimmelbildung im Bienenstock kenne ich nicht !

Die Bienen müssen die jeweils benötigte Temperatur selbst regeln - so wie sie das die letzten zig Millionen Jahre auch gemacht haben. In den Gitterboden lässt sich eine Varroadiagnoseschale ("Windel" s.u.) bequem von hinten einschieben. Der Gitterboden kann ebenfalls bequem von hinten entnommen und bei Bedarf auch gedreht werden.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Komplettentnahme der Brutwaben
und Kunstschwarmbildung

Das neue Bienenjahr beginnt nach dem Abschleudern Anfang August. Dazu entnehme ich jedem Volk seine kompletten Waben einschließlich der darin befindlichen Brut und den darin enthaltenen Varroamilben.

Brutwaben mit viel Brut kommen über einem schwächeren Volk in eine sogenannte "Brutscheune". Waben mit nur wenig Brut kommen in den Wachsschmelzer. Das Einschmelzen der Brut fällt mir zwar immer schwer, erspart mir aber die Behandlung mit Ameisensäure, bei der ein Großteil der Brut abstirbt und von den Bienen ausgeräumt wird. Die asiatische Honigbiene, die in Jahrmillionen gelernt hat, mit der Varroamilbe umzugehen, hat folgende Strategie entwickelt: Das Volk schwärmt als Ganzes und lässt die Brut komplett in ihrer alten Behausung zurück ... (siehe Dr. Ritter). Seitdem ich das weiß, fällt es mir nicht mehr ganz so schwer.

Die Bienen bleiben für drei Tage in einer frisch ausgeflammten Zarge, die auf dem alten Boden steht. Auf der Zarge liegt ein Absperrgitter, damit sich die Bienen auch an der Decke festhalten und eine Traube bilden können. Nach drei Tagen werden die restlichen neuen Rähmchen mit frisch eingelöteten Mittelwänden eingehängt.

Durch die Anwendung der arbeitsintensiven biotechnischen Maßnahme der künstlichen Brutpause kommt meine Betriebsweise dem natürlichen Verhalten der Biene (Brutpause vor dem Schwärmen) recht nahe. Da damit für einige Tage auch keine verdeckelte Brut vorhanden ist, kann ich auf die für die Bienen schädliche Ameisensäure verzichten und die wesentlich bienenschonendere Milchsäure verwenden.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Einwinterung: Fütterung mit Zuckerwasser

 

Da der Imker den Bienen ja ihren Wintervorrat (= Honig) mehrmals weggeschleudert hat, muss der Imker nun eben zufüttern. Dazu setze ich unmittelbar nach dem Einhängen der neuen Mittelwände die Futterzargen auf und gebe den ersten Teil der Wintereinfütterung: 5 Liter Zuckerwasser. Am besten hat sich eine Zuckerwasserlösung im Verhältnis 3:2 bewährt. 4 kg Haushaltszucker auf 2,65 Liter Wasser ergeben ziemlich genau 5 Liter einer klebrigen Bienennahrung.

 

Ich verabreiche das Futter in einem Futtertrog. Er kann von oben leicht befüllt werden, ohne dass der Stock "geöffnet" werden muss. Die Bienen können durch einen 1 x 8 cm großen Durchgang zum Futter gelangen. Ein Alustreckgitter verhindert jedoch, dass die Bienen sich im ganzen Futtertrog ausbreiten.

 


Innerhalb einer Woche bauen die Bienen die ersten Mittelwände aus und lagern das Futter ein. Bevor die nächsten 5 Litter gegeben werden, warte ich einige Tage, damit nicht alle Zellen gefüllt werden und die Königin Platz zum Eierlegen hat. Sobald die Bienen die beiden Randwaben (also Wabe 1 und 2 sowie 9 und 10) je etwa zur Hälfte ausgebaut haben, enge ich das Volk auf die mittleren 6 Waben ein und hänge links und rechts je nur ein (!) Trennschieden dazu. Wabenposition 1 und 10 bleiben leer. Diese Leerräume werden nicht verbaut, ermöglichen aber eine gewisse Luftzirkulation.

Jetzt setze ich eine zweite Zarge auf. Die vier unten entnommenen und bereits zur Hälfte ausgebauten Waben werden hier mittig eingehängt und zwei Rähmchen mit Mittelwänden links und rechts daneben. Beide Seiten erhalten wieder je ein Trennschied. Nun füttere ich noch einmal 15 Liter Zuckerwasser. Nach etwa 5 Wochen sind alle Waben ausgebaut und 25 Liter Zuckerwasser verbraucht. Mitte September besetzen die Völker sämtliche Wabengassen in beiden (!) Zargen (siehe Bild unten).

 
 
 
 

Blick in die Wabengassen der oberen Zarge - die Wabengassen sind dicht besetzt. Und das, obwohl Anfang August alle Waben (einschließlich der kompletten Brut) entnommen wurden.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Bekämpfung der Varroamilbe
Die parasitische Milbe Varroa destructor ist in der heutigen Imkerei das größte Problem - weltweit. Die Milbe dringt kurz vor dem Verdeckeln in die Brutzelle ein und legt hier ihre Eier. Die daraus hervorgehende nächste Generation saugt zusammen mit ihrer Mutter "Blut" aus der Bienenbrut. Die so geschädigte Bienenbrut hat eine wesentlich verkürzte Lebensdauer, die Futterdrüsen sind unterentwickelt und es können verstümmelte Bienen mit verkürzten Hinterleiben bzw. deformierten Flügeln entstehen. Dermaßen geschädigte Völker sind zum Tode verurteilt. Die meisten Bienenvölker überleben den Befall mit Varroamilben nicht ohne gezielte Bekämpfung.

Zur Bekämpfung dieser Milbe gibt es mehrere Möglichkeiten. Welche, unter denen die Bienen leiden, und andere, unter denen die Bienen nicht leiden, aber Brut abgetötet werden muss. Grundsätzlich dürfen nur für den veterinärmedizinischen Gebrauch zugelassene organische Säuren mit dem Zusatz "ad.us.vet." verwendet werden, keine "technischen Säuren". Diese Mittel sind laut EU-Ökorichtlinien auch in der ökologischen Imkerei erlaubt
(siehe: Dr. W. Ritter: Bienen gesund erhalten, Ulmer-Verlag).


Ich habe mich für folgende Methode entschieden:
-> Entnahme sämtlicher Brutwaben
-> anschließende Milchsäurebehandlung
-> sofortiges Einschmelzen der Brutwaben bzw.
-> Bildung einer "Brutscheune" (auf einer Waldlichtung)
mit anschließender Milchsäurebehandlung


Zur Milchsäureanwendung:
Laut Dr. Stefan Berg von der LWG Bayern in Veitshöchheim ist Milchsäure für die Bienen so harmlos, dass man sogar eine Königin für eine Minuten in die Milchsäure geben kann, was diese absolut unbeschadet übersteht und sofort mit der Eilage weitermacht. Da Milchsäure jedoch nicht in die verdeckelte Brut wirkt, muss die Milchsäure im Sprühverfahren auf die auf den Waben sitzenden Bienen aufgebracht werden noch bevor die erste Brut verdeckelt ist.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Varroabekämpfung mithilfe des Bücherskorpions
Eine Bekämpfung der Varroamilben mit Hilfe einer Symbiose mit dem Bücherskorpion werde ich 2017 mal mit zwei Völkern ausprobieren. In zwei Forschungsberichten wurde dieses Tierchen bereits 1891 als "Feind der Bienenlaus" (Alois Alfons) bzw. 1951 als "Gast der Bienenvölker" (Dr. Max Beier) erwähnt. Torben Schiffer, Biologielehrer an einer Schule in Hamburg, hat sich in seinem Studium mit dem Bücherskorpion beschäftigt. In der Ausgabe 11/2013 des Deutschen Bienenjournal hat er einen Artikel veröffentlicht. Nähere Infos finden Sie auf dessen  Internetauftritt.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Auslaufmodell Ameisensäurebehandlung
Die Ameisensäure 60 % wende ich nur noch an, wenn trotz all dieser Maßnahmen noch immer ein Varroaproblem verhanden sein sollte.

 

Dazu setzte ich den Nassenheider Verdunster professional ein. Die Langzeitverdunstung über rund 10 Tage gewährleistet eine optimale Anpassung der verabreichten Menge an die entsprechende Größe des Volkes. Weiterhin ist dieser Verdunster für ein weitaus größeres Temperaturfenster geeignet.

 

Ein Verdünnen der Säure durch "Ziehen" von Wasser unterbleibt, da sich die Säure bis zum Schluss in dem Plastikbehälter befindet. Damit der Verdunster Platz in der Beute findet, setze ich den zuvor verwendeten Futtertrog einfach verkehrt herum auf.

Der größte Vorteil der Ameisensäure ist, dass sie durch die Verdeckelung der Brutzellen hindurch direkt bis in die Brut wirkt. Allerdings müssen die folgenden Kritikpunkte angebracht und zugelassen werden:

 

1.

Die optimale Wirkung der Ameisensäure ist an ein sog. "Temperaturfenster" gebunden. Liegt dieses nicht vor, dann wirkt die Ameisensäure nicht optimal.

2.

Öffnet man die Beute zur Kontrolle, dann kommt einem ein Schwall von Säuredämpfen entgegen. Wenn man nicht aufpasst, dann bleibt einem für einen kurzen Moment die Luft weg. Diese Dämpfe muten wir unseren Bienen für rund 10 Tage zu. Dies kann nicht gesund sein ! Wie jeder weiß, reagieren die Königinnen darauf mit einer tagelangen Unterbrechung der Eiablage, jungste Brut wird von den Bienen ausgeräumt, usw.

 

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Um den Erfolg der Behandlung kontrollieren zu können, wird in das Bodenelement eine weiße Schale mit Gitterlinien eingeschoben. Auf ihr kann man dann sehr schön eine Gemülldiagnose durchführen. Gleichzeitig dichtet sie die Beute während der Behandlung nach unten hin ab.

 

Zum Schluss wird noch die hintere Öffnung mit einem Streifen aus Schaumstoff verschlossen. Damit wird die verdunstete Ameisensäure möglichst lange in der Stockluft gehalten.

 



Während und nach der Entmilbung kann man auf der "Windel" gut seine „Gemülldiagnose" durchführen: Die Milben (1) sind leicht an ihrer querovalen Form zu erkennen. Sie liegen zwischen herabgefallen Wachsdeckeln (2), Pollen (3) und Wachsraspeln (4).

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Restentmilbung im Dezember
Für die Restentmilbung verwende ich Oxalsäure. Oxalsäure ist ein natürlicher Bestandteil von Lebensmitteln, z.B. von Rhabarber, Spinat und Mangold. Jedoch wirkt sie (wie die Milchsäure) nicht durch die Verdeckelung bis in die Brut. Deshalb kann sie nur wirksam angewendet werden, wenn die Völker brutfrei sind. Und das ist in der Regel drei Wochen nach einer längeren Kälteperiode mit Nachtfrösten der Fall.

 

Wer seine Varroabehandlung (egal welche) schlampig durchführt oder gar darauf verzichtet, der handelt grob fahrlässig, da er nicht nur seine eigenen Völker gefährdet, sondern auch die Völker seiner benachbarten Imkerkollegen.

 



Die biotechnische Maßnahme des Ausschneidens und Einschmelzens des Baurahmens wende ich nicht mehr an. Bienenvölker benötigen ein bestimmte Anzahl an Drohnen, die damit aber nicht mehr erreicht werden können. Dennoch hatte ich nie einen Völkerverlust, der auf die Varroa zurückzuführen war.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


Eigener Wachskreislauf

In den Waben (Wachs) können sich sämtliche (fettlösliche) Schadstoffe und Gifte anreichern ("Rückstandsproblematik"). Aus diesem Grund muss ein verantwortungsbewußter Imker auch ein vernünftiges Wachsmanagement betreiben. D.h. Waben aus dem Brutraum sollten im darauffolgendem Jahr im Honigraum keine Verwendung finden. Ich gehe deshalb wie folgt vor:

  • jährliches Einschmelzen sämtlicher Brutwaben (siehe:Varroabekämpgung durch Brutentnahme). Dieses Wachs wird aus dem Bienenvolk entnommen und dient zur Herstellung von Bienenwachskerzen, Schuhcreme o.Ä.

  • Regelmäßiges Einschmelzen von älteren bzw. dunkleren Honigwaben. Aus diesem Wachs werden Mittelwände für die Brutrahmen.
  • Einschmelzen von sauberen ausgebauten Honigwaben und übrigem Verdeckelungswachs. Daraus werden Mittelwände für die Honigrahmen.


Auf diese Weise kann eine gesunde, unbelastete Generation Bienen heranwachsen und Honig wird in sauberen Waben gelagert.

Nur in Ausnahmefällen sollte man sich Mittelwände aus dem Imkereifachhandel besorgen, da man nie weiß, um welches Wachs es sich hierbei handelt (siehe: "Paraffin im Bienenwachs", LVBI, August 2016).

Dr. Andreas Schierling von Tiergesundheitsdienst Bayern e.V. - Fachabteilung Bienengesundheit in Poing bestätigte mir in einer E-mail, dass dies die beste Methode sei, die er kenne.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Jährlicher Austausch der Königinnen
Königinnen zu ziehen ist kein Hexenwerk - auch wenn Aussagen älterer Kollegen gern einen gegenteiligen Eindruck erwecken. Nur durch neue Königinnen stimmen Menge und Vitalität der neuen Brut. Und nur so kann sich ein Volk gegen Eindringlinge bzw. Schädlinge jeglicher Art erwehren und gesund bleiben.

 


Auflösen/Zusammenlegen schwacher Völker
Wie bereits oben erklärt, können sich nur starke Völker gegen Eindringlinge jeglicher Art wehren und somit stark und gesund bleiben. Deshalb werden "Schwächlinge" zu einem starken Volk vereint oder aufgelöst.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mit dem heutigen Stand meines Wissens bin ich überzeugt, bienengerecht und umweltgerecht Bienenprodukte von höchster Qualität erzeugen und anbieten zu können. Trotzdem überdenke ich jährlich meine Betriebsweise und passe sie den regelmäßigen aktuellen (aber nur sinnvollen und praktikablen) Empfehlungen der Bieneninstitute an.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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