Tipps zum Kochen und Backen mit Honig - Imkerei Traßl

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Tipps zum Kochen und Backen mit Honig

Rezepte
 


Unter dieser Rubrik finden Sie leckere Rezepte - alle mit Honig. Probieren Sie doch gleich mal eines aus ! Übrigens: Alle aufgeführten Rezepte kann auch ich bewältigen. Und ich hab das Kochen wirklich nicht erfunden. Guten Appetit !

 
 
  • Versuchen Sie den Honig immer erst in die fertige Speise zu geben, damit er möglichst nicht mitgekocht wird. Die wärmeempfindlichen Bestandteile des Honigs überstehen die Prozedur des Kochens, Garens oder Backens nicht. Deshalb ist zum Kochen auch älterer (bereits auskristallisierter) Honig noch immer geeignet. Frischer Honig ist dazu eigentlich fast zu schade. Oder fragen Sie doch einfach ihren Imker, ob er auch verbilligten  Backhonig anbietet.


  • Zum Süßen warmer Getränke (z. B. Milch, Tee) ist Honig gut geeignet, da er sich sehr schnell auflöst. Aber: je höher und je länger die Erwärmung, desto größer sind die Qualitätsverluste. Heißer Tee mit Honig sollte also umgehend getrunken werden. Sinnvoller ist es, heiße Getränke erst auf Trinktemperatur abkühlen zu lassen und dann den Honig einrühren.


  • Honig schmeckt besonders gut in Kombination mit Nüssen, Vanille, Zimt, Ingwer, Nelke und Mandel. Bei den Früchten schmecken  säuerliche Früchte wie Äpfel, Zitronen, Pfirsiche und Beerenfrüchte sehr gut mit Honig.


  • Honig kann in der Küche (fast) überall dort eingesetzt werden, wo üblicherweise Kristallzucker eingesetzt wird. Dabei kann man die Honigsorte gezielt wählen und einsetzen:

 

milde Honige (z.B. Raps-/Waldhonig) verstärken den jeweiligen Eigenge- schmack der verwendeten Zutaten

herbere Honige (z.B. Löwenzahn-/ Linden-/ Edelkastanienhonig) führen hingegen zu einer besonderen und eigenwilligeren Geschmacksnote

 
  • Helle Honigsorten schmecken süßer als Zucker, bei diesen Honigen kann, im Vergleich zu Zucker, etwas weniger als dieser verwendet werden. Wer dunkle, weniger süße Honigsorten wählt, muss eventuell etwas mehr Honig abmessen als für Zucker angegeben ist.


  • Honig mischt sich in allen Mischungsverhältnissen mit Wasser oder anderen wasserhaltigen Flüssigkeiten, Alkohol und Ei. Mischbar ist Honig auch mit Butter und Margarine.


  • Zäher Honig wird weicher/flüssiger beim Erwärmen, dagegen steifer bei niedrigeren Temperaturen im Kühlschrank oder Keller.


  • Wenn fester Honig verflüssigt werden soll, dann den Honig entweder in der Flüssigkeit, die im Rezept vorgesehen ist, auflösen oder erwärmen.


  • Speisen und Gebäcke mit Honig lassen sich einfrieren.


  • Angewärmter Honig schmeckt kräftiger als kalter Honig. Sehr kalter Honig (z.B. aus dem Kühlschrank!) kann kaum Aroma entwickeln. Als Überzug auf warmen Speisen (z. B. frische Waffeln, Toastbrot, Pfannkuchen, gebackenes Obst) bekommt der Honig ein besonders intensives Aroma.


  • Sofern Suppen, Salate, Gemüse und Grillsoßen einen gewissen sauren Anteil aufweisen (z.B. Essig, Zitrone, saure Sahne, saure Früchte, säurehaltiges Gemüse) schmecken sie sehr viel besser, wenn sie leicht gesüßt werden. Milder Honig rundet den Geschmack ab, wirkt regelrecht als Geschmacksverstärker. Besonders gut schmecken Salatsoßen und Marinaden mit Essig, wenn sie mit Honig gesüßt werden.


  • Ein halber Teelöffel Honig sollte niemals fehlen bei Tomatensuppe, süßsauren Soßen, Paprikasoße, Sauerkraut und Blaukraut.


  • Sauerbratensoße erhält durch Zugabe von etwas Honig eine besondere Note. Dies gilt übrigens für alle Soßen, die saure Sahne enthalten.


  • Als Überzug über Fleisch bräunt Honig sehr leicht, bei längerer Bratdauer kann es deshalb sinnvoll sein, den Honig erst gegen Ende der Garzeit aufzutragen.


  • Marinaden für Fisch und Fleisch lassen sich ebenso gut mit Honig zubereiten.


  • Honig empfiehlt sich auch für alle Sorten von Müsli. Flüssiger Honig mischt sich besser. Festen Honig zuerst in Milch oder Fruchtsaft auflösen.


  • Beim Backen lässt sich zimmerwarmer Honig am besten verarbeiten.


  • Honig mischt sich zwar mit Butter und Margarine, die Masse wird jedoch nie so locker oder gar schaumig wie mit Zucker, sie wird "zerrig", d.h. es lässt sich kaum Luft unter das Fett rühren. Deshalb immer einen gewissen Zuckeranteil mitverarbeiten.


  • Honiggebäck wirkt meist "schwerer", also nicht so locker wie Gebäck mit Zucker. Um trotzdem ein lockeres Gebäck zu erhalten, sollte bei Teigen mit Honig etwas mehr Triebmittel zugegeben werden (etwa 1 Teelöffel Back- pulver auf 1 kg Mehl).


  • Mohn- oder Nussfüllungen erhalten durch Blüten- oder Waldhonig ein besonders gutes Aroma.


  • Honig zieht Feuchtigkeit an. Frisch gebackene Honigplätzchen sind durch die Backhitze weitgehend ausgetrocknet und deswegen hart, werden aber an der feuchten Luft weich und mürbe.


  • Wegen der wasseranziehenden Eigenschaft eignet Honig sich nicht für jedes Gebäck ! Plätzchen, die knusprig bleiben sollen (z.B. Butterplätzchen oder Eiweißgebäck wie Schaumgebäck oder Makronen), bäckt man deshalb besser mit Zucker.


  • Honiggebäck (ohne Füllung) eignet sich sehr gut als Dauergebäck.

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  • Aber: Honig verträgt sich nicht immer mit reiner Stärke ! Grund: Honig enthält das stärkespaltende Ferment Diastase. Das bewirkt, dass reine Stärke gespalten wird. Wenn Honig also in eine Speise eingerührt wird, die Stärke zum Eindicken enthält oder bereits mit Stärke eingedickt wurde, wird diese Stärke aufgelöst und die Speise verflüssigt sich wieder mehr oder weniger stark.


Diese Tipps stammen aus:

Am besten schmeckt´s mit
ECHTEM BAYERISCHEN BIENENHONIG

Dr. Friedgard Schaper                                                                               www.lwg.bayern.de

 
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